
Die schönsten Panoramastrecken auf Madeira
Die Insel Madeira bietet einige der spektakulärsten Panoramastraßen Europas - kurvige Küsten- und Bergstraßen, die sich zwischen smaragdgrünen Bergen und endlosen Ozeanblicken entlangschlängeln. Von der dramatischen Küstenroute der ER101 und den nebelverhangenen Höhen des Encumeada-Passes bis zu den weiten Horizonten von Paul da Serra und den vulkanischen Landspitzen von São Lourenço zeigt jede Straße ein neues Gesicht dieses Atlantik-Paradieses. Ob du Sonnenuntergänge jagst, Waldwege erkundest oder Haarnadelkurven über dem Meer fotografierst - Madeira verspricht ein Fahrerlebnis, das du so nirgendwo sonst auf der Welt findest.
Einführung
Die Insel Madeira ist ein Paradies für Autofahrer: serpentinenreiche Bergstraßen, Küstenstraßen hoch über dem Atlantik und tiefgrüne Täler, die von uralten Lavaströmen geformt wurden. Im Folgenden findest du die schönsten Panoramastrecken, um Madeiras wilde Schönheit zu erleben – perfekt für einen Wochenend-Roadtrip oder eine ganze Woche Entdeckungsreise.
ER101: Câmara de Lobos → Porto Moniz
Die ER101, oft „alte Küstenstraße“ genannt, zieht sich an steilen Klippen entlang und bietet ständig Meerblicke und malerische Dörfer. Starte im Fischerort Câmara de Lobos, fahre an den gewaltigen Steilklippen von Cabo Girão vorbei und setze die Fahrt über Ponta do Sol, Calheta und Seixal bis zu den natürlichen Lavapools von Porto Moniz fort.
Was du sehen wirst
- Dramatische Küstenstraßen an Klippen und Bananenterrassen
- Azurblauer Atlantik an nahezu jeder Kurve
- Malerische Orte und fotogene Naturpools im Meer
- Warmes Abendlicht an der Nordwestküste zum Sonnenuntergang
Encumeada-Pass: Ribeira Brava → São Vicente
Diese Querstrecke über die Insel steigt von der Südküste hinauf zum Gebirgskamm. Vom Encumeada-Pass kannst du an klaren Tagen sowohl die Nord- als auch die Südküste sehen, mit tiefen Tälern zu beiden Seiten und Lorbeerwäldern, die die Hänge bedecken.
Warum diese Strecke besonders ist
- 360°-Bergpanoramen vom Kamm aus
- Schnell wechselnde Stimmungen – Nebel, Sonne, Wolkenlücken
- Zugang zu Levada-Wanderwegen und Aussichtspunkten im Wald
Paul-da-Serra-Hochplateau-Rundtour
Fahre hinauf auf Madeiras Hochplateau für ein völlig anderes Gefühl: offener Himmel, sanft hügeliges Hochland und Windräder, die sich über einem Wolkenmeer drehen. Fahre weiter nach Bica da Cana oder Rabaçal für kurze Spaziergänge zu Wasserfällen und schattigen Levadas.
Highlights
- „Wolkenmeer“-Fotomomente an klaren Tagen über der Wolkendecke
- Weite, leere Horizonte als Kontrast zur Küste
- Einfache Abstecher zu den Wasserfällen 25 Fontes und Risco
Ponta de São Lourenço (Östliche Halbinsel)
Fahre zur rauen Ostspitze Madeiras mit vulkanischen Landzungen, ockerfarbenen Klippen und Meer auf beiden Seiten. Die Straße endet nahe dem Startpunkt des Wanderwegs – schon ein kurzer Spaziergang bietet atemberaubende Ausblicke.
Gut zu wissen
- Am schönsten früh morgens – weiches Licht und weniger Menschen
- Windig und exponiert – nimm auch an sonnigen Tagen eine Jacke mit
- Lässt sich gut mit Aussichtspunkten über Machico für Luftaufnahmen des Strandes kombinieren
Santana-Terrassen & Nordküste
Von Porto da Cruz über Santana bis Faial wirkt die Nordküste wild und dramatisch: terrassierte Felder, Wasserfälle, die von den Klippen stürzen, und die traditionellen Strohdachhäuser von Santana. Die Straße schwingt zwischen grünen Tälern und schwarzen Felsküsten hin und her.
Das solltest du nicht verpassen
- Miradouro do Guindaste für weitreichende Küstenpanoramen
- Kurzabstecher nach Caldeirão Verde (wenn es die Zeit erlaubt)
- Lokale Poncha und Zuckerrohr-Rumgeschichte in Porto da Cruz
Achadas da Cruz & der ferne Nordwesten
Westlich von Seixal wird die Landschaft noch wilder. Achadas da Cruz bietet eine der steilsten Seilbahnen Europas hinunter zu einem abgeschiedenen Ufer. Die umliegende Straße schneidet sich über smaragdgrüne Hänge, immer mit dramatischen Meerblicken.
Gute Gründe für einen Besuch
- Weniger überlaufene Aussichtspunkte und rauere Landschaft
- Fotogene Serpentinen mit terrassierten Hängen
- Großartiges Goldlicht an den hohen Klippen zur Abendzeit
Schnelle Abstecher, die sich lohnen
- Cabo Girão Skywalk: Glasplattform über 580 m hohen Steilklippen
- Fanal-Wald: Uralte Lorbeerbäume, besonders eindrucksvoll im Nebel
- Seixal-Strand mit schwarzem Sand: Ikonische Küstenkulisse für den Sonnenuntergang
Fototipps
Für Küstenstraßen eignen sich früher Morgen und später Nachmittag am besten, wenn das Licht flach über die Klippen streicht. In den Bergen sorgen Wolken für Dramatik – warte auf Lücken, um mehrere Gipfel und Täler zu schichten. Ein Weitwinkelobjektiv fängt Haarnadelkurven und Terrassen ein; ein kurzes Teleobjektiv verdichtet Klippenlinien und Brandung.
Praktische Hinweise
Miete einen kompakten Wagen für enge Gassen und kleine Parkplätze. Es wird rechts gefahren. Plane zusätzliche Zeit ein – du wirst oft anhalten wollen. Das Wetter wechselt in der Höhe schnell; packe eine leichte Schicht ein. Viele Routen lassen sich zu einer Tagesschleife kombinieren, aber langsames, genussvolles Fahren ist ein wichtiger Teil der Madeira-Magie.
Vorgeschlagene 2–3-tägige Route
- Tag 1: ER101 Südküste–Westküste → Seixal → Porto Moniz (Sonnenuntergang)
- Tag 2: Encumeada-Pass → Paul da Serra → Fanal-Wald → Rückweg über São Vicente
- Optional Tag 3: Sonnenaufgang an Ponta de São Lourenço → Nordküstenschleife über Santana
Fazit
Von Küstenstraßen, die scheinbar über dem Atlantik schweben, bis zu mystischen Nebelwäldern und Hochplateaus belohnt Madeira langsames, aussichtsreiches Fahren. Fenster runter, Kurven entspannt nehmen und die Insel Kurve für Kurve auf dich wirken lassen – so entfaltet sich Madeira von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt.



